FARBLANDSCHAFTEN 1994 – 2021

 

Die „Farblandschaften“ sind inspiriert von markanten Formationen und archaischen Naturphänomenen, wie sie in den Alpen oder auf Island zu erleben sind. Ein heftiger Sturm, die Kälte eines Gletschers oder der glühend heiße Boden an einer Vulkanspalte können Anstoß für den künstlerischen Prozess sein.

 

Ausgangspunkt einer Arbeit können jedoch auch intuitiv gesetzte Farben und Strukturen sein, die sich erst im Laufe des Malprozesses auf ein Motiv hin verdichten.

 

Durch die Farbwahl und den weitgehenden Verzicht auf Perspektive wird das Bild zur expressiv-flächigen „Farblandschaft“. Malerei und zeichnerische Elemente ergänzen sich dabei. Es werden bevorzugt Acrylfarbe, Tusche und Farbstift eingesetzt.

Auch Prozesse der Natur werden integriert: Der frische Farbauftrag wird Regen oder Schnee ausgesetzt; Farbe gefriert und zeigt im Tauprozess neue Strukturen. Naturmaterialien wie Asche werden beispieweise in der Island-Serie zum Farbpigment oder setzen neue haptische Akzente.

 

Statt der Abbildung einer realen Landschaft entstehen spontane, intuitive und emotional geprägte „Farblandschaften“ auf Leinwand, Schichtplatte oder Papier.

 

 

LJUBLJANA 2018 - 2021

 

Seit 2018 entstehen die Arbeiten überwiegend in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana. Die Welt der Karawanken und der Julischen Alpen mit ihren schroffen und splittrigen Felsformen und die bizarren Erscheinungsformen des slowenischen Karsts mit seinen zerklüfteten, wasserzerfressenen und löchrigen Steinstrukturen inspirieren zu gegenstandslosen Kompositionen.

 

Arbeiten auf Papier entstehen s auch zu landesgeschichtlichen oder gesellschaftlichen Themen; beispielsweise ein Doppelportrait von Martin Luther und Primož Trubar, dem großen Reformator und Begründer des slowenischen Schrifttums, oder die spontan auf einer Arbeitsunterlage entwickelte „Vizija - Katedrala Svobode" nach dem Vorbild einer nie realisierten Vision der slowenischen Architektur-Ikone Jože Plečnik.